Besucherzähler oder Statistiktools in Websites

Sichtbare oder unsichtbare Besucherzähler? Welche Statistiktools für Websites verwendet man.

Für kleinere private Webseiten reichen im Prinzip die vom Provider zur Verfügung gestellten Statistiktools oder Besucherzähler vollkommen aus um einen Überblick über die Anzahl und Herkunft der Besucher oder der von ihnen verwendeten Browser und anderen relevanten Statistiken zu erhalten. Sichtbare und womöglich noch animierte Besucherzähler die man durch Klicks auf den Browser auch noch selbst manipulieren kann, sind schon seit der Jahrtausendwende ein „No-Go“.

Statistiktool Besucherzähler

Google-Analytics ist ein sehr umfangreiches Statistik-Tool das von Google kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Aber aus Datenschutzgründen wollen es viele Webseitenbetreiber nicht haben. Alternativen, auch gute, gibt es reichlich. Kostenlose und kostenpflichtige. Gute und schlechte. Einige davon habe ich getestet.

Gerne verwendet wird Piwik. Aber man benötigt eine Datenbank und bei etwas größeren Projekten leidet die Performance der Seite was wiederum Google etwas auf den Magen schlägt, denn für Google ist die Performance einer Seite Teil seiner Messlatten für ein gutes Ranking. Bei kleineren Projekten bemerkt man allerdings nichts von einer schlechteren Performance. Auch die Darstellung der Statistiken sind etwas gewöhnungsbedürftig. Man muss sich einarbeiten.

Getestet habe ich in den Jahren 2004 bis 2007 vorwiegend den „Statcounter„. Er liefert selbstverständlich auch die Anzahl der Besucher. Für mich war aber damals wichtig dass ich gesehen habe woher die Besucher kamen und welche IP sie hatten. Bei Besuchern mit festen IP-Nummern wurde die Herkunft auch in Klarschrift angezeigt. Zum Beispiel wenn Behörden auf der Seite waren. Außerdem hatte Statcounter lange Zeit einen PageRank von „10“. Der am höchsten bewertete PageRank für einen Counterdienst weltweit. In den späteren Jahren ist er dann von Google zwischen 8 und 9 eingeordnet worden. Immer noch einen der besten Werte die es je für einen Counter gab.

Einen der übersichtlichsten Counter war dann der in den Folgejahren von mir verwendete deutschsprachige blogcounter. Er lieferte ganz ähnliche Statistiken wie der Statcounter, aber es gab auch noch ein Sahnehäubchen oben drauf: Der Blogcounter hat mir angezeigt, wenn jemand per Rechtsklick meine Texte oder Bilder kopiert und auf seiner Seite eingesetzt hatte. So geschehen in München. Jemand hatte meine Texte kopiert und auf seiner Homepage eingesetzt. Eine klare Urheberrechtsverletzung. Ich habe den Inhaber angerufen und ihn freundlich gebeten meine Texte zu löschen. Aber er hatte einfach aufgelegt. Dann hatte sich das Landgericht München damit befasst und mir Recht gegeben, was für den Urheberrechtsverletzer Folgen hatte. Solche Dinge sind immer unangenehm, aber ohne diesen Blogcounter hätte ich nie bemerkt dass meine Texte überhaupt kopiert wurden. Aber innerhalb der Statistiken wurde es angezeigt: „kopiert per Rechtsklick„. Mit zugehöriger IP-Nummer und Link zu deren Seite. Zwischenzeitlich hat anscheinend auch der Inhaber bei Blogcounter gewechselt und damit möglicherweise auch die Funktionen. Einfach selbst mal austesten.

Einen Nachteil hatte der Blogcounter aber auch. Er hatte damals zeitweise Aussetzer. Manchmal auch etwas länger. Und immer dann wenn der Counter solche Aussetzer hatte, gab es Probleme beim Seitenaufbau. Möglicherweise hat sich dies aber in den letzten Jahren geändert. Deshalb ist es am besten, wenn man ihn im Footer einer Seite einsetzt und ihn etwas beobachtet.

Welchen Counter man nun nutzt ist eine ganz persönliche Einstellung. Man muss sich mit einem solchen Werkzeug „anfreunden“ können. Mit seinen gelieferten Statistiken zufrieden sein. Ein so großes Tool wie Google-Analytics ist nur in den wenigsten Fällen wirklich sinnvoll, denn man muss sehr viel Zeit investieren um die ausgelieferten Daten auszuwerten und um anschließend seine Seiten danach auszurichten. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist nicht ohne Grund ein eigener Geschäftszweig und wenn man es Profis überlässt auch nicht ganz so günstig. Man sollte in diesem Fall einen festen dauerhaften Etat dafür einplanen. Für Privatleute, kleinere Handwerksbetriebe oder Freiberufler die noch dazu nur regional tätig sind, würde ein Tool wie Statcounter oder Blogcounter vollkommen ausreichen. Aber auch Piwik würde ich hier dazu zählen. Man benötigt zwar eine Datenbank, aber man kann seine Daten nicht verlieren. Wenn ein kostenloser Counterdienst dicht macht schon.